Landesförderung

Landesförderung 2026: Diese Bundesländer bieten die besten Zusatzprogramme

Von Aaron Kokal · · 1 Min. Lesezeit

Neben der Bundesförderung (BEG) bieten viele Bundesländer eigene Förderprogramme für energetische Sanierung und nachhaltiges Bauen. Diese Landesprogramme lassen sich in der Regel mit der BEG kombinieren — und können die Gesamtförderung erheblich steigern.

Übersicht: Landesförderung nach Bundesland

Baden-Württemberg

L-Bank Wohnraumförderung:

  • Zinsgünstige Darlehen für energetische Sanierung
  • Zusätzlicher Tilgungszuschuss bei Erreichen von KfW-Effizienzhaus-Standards
  • Besondere Förderung für Mietwohnraum

Bayern

BayernLabo — Bayerisches Wohnungsbauprogramm:

  • Zinsgünstige Darlehen für Modernisierung
  • Eigentumsförderung mit Energieeffizienz-Bonus
  • 10.000-Häuser-Programm (Energiesystemhaus): Zuschuss für PV + Speicher + Wärmepumpe

Nordrhein-Westfalen

Progres.NRW — Klimaschutztechnik:

  • Zuschüsse für Solarthermie, Wärmepumpen, Biomasse
  • Bonus für Kombination mit PV-Anlage
  • Förderfähig auch für Nichtwohngebäude
  • Kumulierbar mit BEG bis zur 60-%-Grenze

Hessen

WI-Bank Energetische Förderung:

  • Zuschüsse für Energieberatung und iSFP
  • EFRE-Mittel für gewerbliche energetische Sanierung
  • Kommunale Klimaschutz-Initiativen mit Zusatzförderung

Sachsen

SAB Energetische Sanierung:

  • Darlehen zu Sonderkonditionen für energetische Sanierung
  • Besonders attraktiv für Mietwohnungen
  • Kombination mit KfW-Programmen möglich

Niedersachsen

NBank Modernisierungsförderung:

  • Zuschüsse für Klimaschutz in Wohngebäuden
  • Gefördert werden Dämmung, Fenster und Heizungstausch
  • Kombination mit BEG bis zur 60-%-Grenze

Kumulierung: So kombinieren Sie Bundes- und Landesförderung

SchrittAktion
1BEG-Förderung als Basis beantragen (KfW oder BAFA)
2Landesförderung recherchieren (Förderbank des Bundeslandes)
3Gesamtförderquote berechnen (max. 60 %)
4Landesförderung beantragen (oft paralleler Antrag möglich)
5Beide Förderzusagen abwarten vor Baubeginn

Kommunale Förderprogramme: Der oft übersehene Bonus

Viele Städte und Gemeinden bieten zusätzliche kommunale Förderprogramme, die ebenfalls kumulierbar sind:

  • München: Förderprogramm Energieeinsparung (FES) — Zuschüsse für Dämmung und Heizung
  • Hamburg: IFB-Förderung für energetische Modernisierung
  • Stuttgart: Energiesparprogramm der Stadt
  • Frankfurt: Klimabonus Frankfurt
  • Köln: Förderprogramm Altbausanierung
Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde oder Stadtverwaltung nach lokalen Förderprogrammen. Viele sind wenig bekannt, bieten aber attraktive Zuschüsse von 1.000 bis 10.000 Euro.

Tipps für die Recherche

  1. Förderdatenbank des Bundes: foerderdatenbank.de — die offizielle Suchmaschine für alle Förderprogramme
  2. Förderbank des Bundeslandes: Jedes Bundesland hat eine eigene Förderbank (z.B. L-Bank, NBank, SAB)
  3. Energieberater fragen: Gute Energieberater kennen die regionale Förderlandschaft
  4. Zeitnah beantragen: Viele Landesprogramme haben begrenzte Budgets und werden ausgeschöpft

Die Kombination von Bundes-, Landes- und kommunaler Förderung ist der Schlüssel zur maximalen Förderquote. Mit der richtigen Strategie können Sie die 60-%-Kumulierungsgrenze fast ausschöpfen — und Ihre Investitionskosten dramatisch senken.